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Achtung Nepp: Neue Abofalle in Singlebörsen

22 April 2008 918 mal gelesen. Eine Lesermeinung

Hin und wieder bewirbt sich ein Webmaster in unserem Singlebörsen Katalog um Aufnahme seiner Kontaktbörse.


Die meisten dieser Kollegen schauen sich den Katalog aber vor dem Eintrag erst gar nicht an. Dann würden die nämlich merken, das wir dort ausnahmslos jede Seite einer Begutachtung unterziehen und diese auch veröffentlichen.

Heute morgen hatte ich wieder eine Bewerbung der besonderen Art im Redaktionsbereich.
Eine sehr gut gemachte Singlebörse, die auf der Startseite bereits mit einem sehr einfachen Eintragsformular anstelle der Suchfunktion ausgestattet war.
Als unbedarfter User trägt man dort nun sehr schnell und einfach seinen Namen, das Geburtsdatum, die E-Mailadresse ein und hofft nun darauf passende Damen oder Herren kostenlos präsentiert zu bekommen.

Dummerweise muss man danach seine E-Mailadresse durch einen Klick auf einen zugemailten Link “bestätigen” um dann in den Mitglieds- Bereich zu kommen und “passende” Kontakte zu erhalten.

Wer soweit gekommen ist, hat – i.d.R. ohne es zu merken – bereits einen Vertrag geschlossen.
Durch den Klick auf den Link in der “Bestätigungs E-Mail” hat man nämlich nicht nur seine Mailadresse validiert, sondern auch gleichzeitig die AGB des Betreibers anerkannt und einen Mitgliedsvertrag mit einer zweiwöchigen Probemitgliedschaft abgeschlossen, die sich nach den 14 Tagen automatisch in eine teuere, kostenpflichtige Abo-Mitgliedschaft verwandelt.

Nach den 14 Tagen ist normalerweise die gesetzliche Rücktrittsfrist verstrichen, so das der Betreiber dann an dem nun zahlungspflichtigen Kunden mit einer gesalzenen Rechnung herantreten wird.

Rechtsstreitigkeiten sind vorprogrammiert.
Achten Sie daher unbedingt immer, bevor Sie irgendetwas im Internet ausfüllen, auf die AGB des Betreibers und nehmen Sie im Zweifel Abstand von dem Angebot.

Anbieter, die auf das schnelle Geld aus sind, wissen das die meisten Benutzer im Netz nicht gern lesen.
Auch das Formulare, wenn Sie gut präsentiert werden, eine gradezu magische Anziehungskraft haben und das alles, was auf dem Weg zum Glück weggeklickt werden kann, auch weggeklickt wird.

Da nutzt es nicht viel, hinterher “Abocke” zu rufen….

Ach ja:
Die Webseite habe ich nicht in den Katalog aufgenommen.

Eine Lesermeinung »

  • Kein richtiger Name angegeben meint:

    Ich hoffe es wird sich schnell rumsprechen, dass manche Anbieter derart im Netz agieren. Leider ist dies nicht nur bei einzelnen Singlebörsen so, sondern wird langsam zur Gewohnheit, dass man bei jeder Form der Mitgliedschaft gleich ein Abo für mehrere Monate abschließen muss.

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